
In China sind Eltern geradezu davon besessen, ihren Kindern Aufstieg, Karriere und Erfolg zu bieten. Studenten, Schüler und selbst Kleinkinder sind einem brutalen Leistungsdruck unterworfen. Denn es gibt nur einen Weg nach oben - Bildung.
Die ist allerdings im kommunistischen China längst kommerzialisiert. Nur wer es sich leisten kann, bekommt eine respektable Ausbildung. Millionen chinesischer Familien träumen davon, ihre Kinder auf eine Universität zu schicken. Doch dafür brauchen sie ein gutes Ergebnis beim sogenannten Gao-Kao, der Hochschulzulassungsprüfung. Wer es nicht auf eine renommierte Elite-Uni schafft, hat später kaum Chancen auf einen gut bezahlten Job.

Der Film begleitet den deutschen Tropenarzt und Epidemiologe Dr. Siegwart-Horst Günther und seine amerikanischen Kollegen bei ihren Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im Irak. Überall dort hatten amerikanische Truppen die gefährliche Uran-Munition eingesetzt. Der Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen unter denen besonders die Kinder in den Kriegsgebieten zu leiden haben. Nach Ende des jüngsten Irak-Krieges entdeckten die Experten in der Umgebung von Basra kontaminierte Kriegsschauplätze, deren radioaktive Verseuchung die natürliche Erdstrahlung um das 20.000-fache übertrifft.

In einer neunmonatigen Recherche deckte Reporter Jamie Doran im Auftrag des NDR und der BBC einen erschütternden Medizin-Skandal auf. Das Jugendamt von New York zwingt Kinder aus den ärmsten Bezirken der Stadt, an Arzneimittel-Versuchen teilzunehmen.
HIV-infizierte Kinder - oft nur einige Monate alt - werden als Versuchskaninchen missbraucht. Falls sich die Eltern gegen die Tests der stärksten bekannten AIDS-Medikamente an ihren Kindern wehren, entzieht ihnen das Jugendamt das Sorgerecht und bringt die Kinder in Heimen unter, wo die fragwürdigen Arzneimittel-Experimente ungehindert weitergeführt werden. Für derart drastische Maßnahmen benötigt das New Yorker Jugendamt, ACS, nicht einmal einen Gerichtsbeschluss. In der Amtszeit des ehemaligen Bürgermeisters Gulliani wurde die Behörde mit weit reichenden Sonderrechten ausgestattet.

Unter der Kurpfalzbrücke in Mannheim, morgens um 10 Uhr. Sid und seine Freundin Error wohnen und schlafen hier. Vor fast einem Jahr sind beide von Zuhause abgehauen. Sid ist 18, seine Freundin Error gerade erst 16. Eine Ratte, eine Decke, und gerade mal das, was sie am Körper tragen - mehr haben sie nicht. Seit Monaten leben sie von der Hand in den Mund, das Loch im Bauch ist meist ihr größtes Problem. Erste Station für Error und Sid jeden Vormittag ist ein Billigdiscounter in der Innenstadt. Mit ihrem geschnorrten Geld reicht es meist gerade mal für eine Flasche Rotwein, gestreckt mit Cola. Frühstück fällt wieder einmal aus - richtiges Essen gibt es erst einige Stunden später, wenn endlich die Küche von 'Freezone' aufmacht. 'Freezone' in der Mannheimer Innenstadt ist eine Art rechtsfreier Raum. Hier gibt es nicht nur Essen und Trinken für Straßenkinder, sondern auch Waschmöglichkeiten, Infos und Beratungsgespräche - Polizei und Behörden haben keinen Zutritt. Für viele hier eine Rückzugsmöglichkeit, immerhin für einen Teil des Tages. Mittags um zwei schlafen Sid und Error tief und fest umschlungen auf dem Freezone-Sofa. Der Lärm der anderen beim Kickerspielen, das Klappern von Töpfen und Pfannen beim Abspülen nach dem Mittagessen, die Punkmusik, nichts stört sie. Die Nacht haben sie durchgefeiert, haben gelacht, gequatscht und getrunken, was da war. Zusammengemischtes Zeug wie 'Mäusepisse', bestehend aus Milch, Vanillezucker und Korn. Error heißt eigentlich Sophie, hieß Sophie, bevor sie mit 13 aus der elterlichen Doppelhaushälfte einer Kleinstadt ausbrach. 'Ich hatte dauernd Stress mit meinem Vater. Er hat versucht, mich in seine Richtlinien reinzupressen und dann hatte ich irgendwann die Schnauze voll.' Es folgten Heimaufenthalte, Ausbrüche, Pflegeeltern ... und seit einem halben Jahr die Straße ... und Sid. 'Wir sind immer die letzten, die noch stehen, es passt halt irgendwie, aber ein Paar oder so 'ne Scheiße sind wir nicht', erzählt sie ... und gibt ihm die Hälfte von den 150 Euro, die ihr ihre Mutter geschickt hat, damit er seine Schwarzfahr-Bußgelder abstottern kann. Sophies Eltern sitzen auf dem Sofa, in ihrer Mitte der Familienhund, Kinderfotos von ihr auf dem Couchtisch. Gefasst sind sie, ratlos, traurig. Der Vater holt sein Lieblingsbild von ihr aus dem Stapel, da war sie neun. 'Sie hatte so ein schönes Gesicht, bevor sie sich hässlich gemacht hat.' Und damit meint er die abrasierten Haare, die grellbunt gefärbte Irokesentolle und die vielen Piercings, als aus Sophie Error wurde. Neulich musste er beruflich mal in Mannheim umsteigen. Da ist er sie suchen gegangen, sah sie gleich auf dem Bahnhofsvorplatz, hat sich versteckt und sie dann fotografiert in diesem neuen Leben ... Aber dann ist er weitergefahren. 'Straßenkinder' ist eine Reportage auf den Straßen Mannheims. Der Filmemacher Detlev Koßmann hat mit seiner Kamera die 'Straßenkinder' Sid und Error wochenlang begleitet und interviewt - hat versucht, ihre Spuren zurückzuverfolgen, mit Eltern zu sprechen. In seiner Reportage dringt er immer tiefer dort ein, wo das Zuhause kaputtgegangen ist.
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Ausbeutung
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Geheimnis