Im Jahr 2009 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Tiefkühlkost bei 39,3 Kilogramm*. Sich schnell und bequem mit Essen versorgen zu können, betrachten die Deutschen heutzutage als selbstverständlich. In der großen Samstags-Dokumentation 1954 erfand der Amerikaner Gerry Thomas das "TV-Dinner", eine tiefgefrorene Mahlzeit in Alu- Schale, die man nur noch erhitzen musste. Von den USA aus eroberte das Fertiggericht Europa. Auch in Deutschland änderten sich in den 50er Jahren die Essgewohnheiten: Die Dose wird vom Tiefkühlessen abgelöst, statt Mutters Sonntagsbraten gibt es die schnelle Mahlzeit auf der Straße. In den 90er Jahren traten Fertiggerichte und arbeitserleichternde Essenszutaten in Deutschland einen wahren Siegeszug an. Rund ein Fünftel aller Deutschen nutzt laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung aus dem Jahr 2001 nahezu jede Möglichkeit, die ihnen die Nahrungsmittelindustrie und Schnellgastronomie zur Zeitersparnis bietet. In einer europaweit angelegten Studie aus dem Jahr 2008 schaffen es die Deutschen beim Verzehr von Fastfood sogar an die Spitze. Der schnelle Genuss zwischendurch ist hierzulande akzeptiert. Selbst gesundheitsbewusste Esser konsumieren Convenience-Produkte: Mischsalate, Tiefkühlgemüse oder gekühlte Teigware. "Ich glaube, dass viele Erwachsene sich vor einem Fisch im Ganzen scheuen und das speichern die Kinder ab. Ein Fischstäbchen ist in der Regel grätenfrei und das ist es, was man liebt. Im Prinzip ist es halt auch nur wie Chicken McNuggets mit irgendeiner Fertigsoße", meint Christian Rach. Seit Anfang dieses Jahrtausends stellen Konsumforscher aber einen neuen Trend in deutschen Küchen fest: Die Kochlust kehrt zurück. Ein Grund dafür ist der anhaltende Boom der Fernsehkochshows**. Hinzu kommt die Neigung, sich in Zeiten einer Wirtschaftskrise lieber zu Hause zu beschäftigen und zu kochen, anstatt ins Restaurant zu gehen. Nur diejenigen, die die Krise hart getroffen hat und die den Gürtel enger schnallen müssen, greifen im Supermarkt wieder verstärkt zu günstigen Convenience-Produkten. Aber wie wird das Fastfood gemacht und was sind die heimlichen Helfer der modernen, schnellen Küche?

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