Die Bilder sind eindrücklich und sie rühren an innerste Ängste: Da wird ein alter Herr in der Münchner U-Bahn von zwei Jugendlichen überfallen, von hinten, sie reißen ihn zu Boden, schlagen ihn zusammen, sie treten mit ihren Schuhen gegen seinen Kopf wie gegen einen Fußball, sie beschimpfen ihn als "Scheiß-Deutscher".
Der Grund: Der pensionierte Schuldirektor hatte sie gebeten, in der U-Bahn nicht zu rauchen. Jeder, der diese von Videokameras aufgenommene Szene im Fernsehen gesehen hat, will in einer ersten Regung nur eines: Dass diese zwei Männer für ihre Tat büßen. Eine zweite Regung ist oft: Können wir diese Täter, einen hier aufgewachsenen Türken und einen Griechen, nicht loswerden?
Was kaum jemand weiß: Deutschland ist weltweit die Nummer Drei der Waffenexporteure – Umsatzprognose steigend, selbst in der Krise. Einer, der sein bürgerschaftliches Engagement im Widerstand gegen die Produktion von Kriegsmaterial sieht, ist Jürgen Grässlin. Mit ungebrochener Vehemenz stellt sich der Realschullehrer schon seit über 25 Jahren gegen deutsche Waffenhersteller wie die Firma Heckler & Koch oder Großkonzerne wie die Daimler AG. Eine zermürbende Aufgabe, für die er sich in seiner Freizeit engagiert - ehrenamtlich auch als Vorsitzender diverser Friedensgruppen wie der Deutschen Friedensgesellschaft Vereinigte KriegsdiensgegnerInnen oder dem Deutschen Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen. Ein Kampf “David gegen Goliath”.
Kampfzone Fußball Gewalt im Fußball Die Radikalisierung der Ultras von Evgenij Haperskij Immer wieder werden Fußballstadien Schauplätze sinnloser Gewalt. Durch Polizeieinsätze und Platzverbote für gewalttätige Fans versucht der DFB die Aggression vom Fußballplatz fernzuhalten. Doch oft bewirkt das gerade das Gegenteil: die Radikalisierung der Fankultur. Quelle ZDF.de
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